Update: Juli 2011
Über mich
Mit der "Camera-Magica" auf der Fährte der Schönheiten der Natur
Liebe Besucherin,
Lieber Besucher,
besten Dank für's Vorbeischauen. Erlauben Sie, dass ich mich kurz vorstelle.
Mein Name ist Guy Birrer, Jahrgang 1969, wohnhaft in der Schweiz.
Als gelernter Instrumentenoptiker und Elektronikingenieur habe ich die Neugier und den Erfindergeist sozusagen im Blut. Eine starke Triebfeder bei mir ist das genaue Beobachten; Verstehen wollen, wie die Welt funktioniert, was sie zusammenhält und was sich unter der Oberfläche verbirgt. Aus dieser grossartigen Motivationsquelle schöpfe ich täglich auch für mein jüngstes berufliches Standbein: die Fotografie.
Seit März 2011 arbeite ich unter dem Namen Guy Birrer Fotografie als selbständiger Fotokünstler in Villigen, Kanton Aargau. Mein Angebot umfasst sowohl den Verkauf eigener Bilder und Produkte, als auch direkte Kunden-Fotoaufträge und das Erstellen von interaktiven Panoramabildern.
Wie alles begann, möchte ich Ihnen anhand einiger kurzer Anekdoten erzählen.
Origami-Kamera
Der Grundstein zu meiner Fotokarriere wurde damals wohl im Kindergarten gelegt, als wir mit der Betreuerin eine Origami-Papierkamera bastelten! Voller Stolz knipste ich in den nächsten Tagen und Wochen alles, was ich unterwegs antraf. Von der Blume am Wegrand über den angebissenen, wurmstichigen Pausenapfel, bis hin zu Nachbars Hund, der meine "Fotokünste" mit lautem Gekläffe quittierte.
Die Entwicklung der Bilder gestaltete sich denkbar einfach. Ich fertigte eine Zeichnung des Sujets an, hielt sie hinter meine Zauberlinse und konnte unmittelbar nach der "Belichtung" das fertige Foto aus dem Kasten ziehen. Das Polaroid-Prinzip war geboren! ![]()
Box-Kamera
Meine ersten richtigen fotografischen Gehversuche machte ich mit neun Jahren mit einer Box-Kamera aus der Sammlung meines Vaters. Dieses Kistchen bot trotz seiner Einfachheit drei verschiedene Blendenstufen in Form eines gelochten Bleches, welches man mehr oder weniger weit aus der Kamera zog. Zum Auslösen wurde ein Hebel abwechslungsweise nach oben oder unten gedrückt. Doppelbelichtungen waren damit an der Tagesordnung, da man den Film noch manuell weitertransportieren musste.
Trotzdem gelangen mir damit einige Schnappschüsse, wie z.B. der meines Vaters beim Müssiggang. Trotz heftigem Widerstand konnte ich durchsetzen, dass auch von diesem Bild ein Abzug für die Nachwelt erhalten blieb.
Zuhause hatten wir ein kleines Fotolabor eingerichtet und konnten Schwarz-Weiss-Bilder selber vergrössern. Dabei lernte ich durch Irrtum und Versuch einiges darüber, was es heisst, sorgfältig zu arbeiten. Luftblasen, Spritzer, Staub, Fingerabdrücke und "falscher Lichtschalter im falschen Moment" inklusive.
Balgenkamera
In der 5. Klasse wurde ich für reif genug befunden, um auf das nächst bessere Kameramodell umsteigen zu dürfen. Eine kompakte Balgenkamera!
Qualitativ ein echter Fortschritt da sowohl die Belichtung, als auch der Fokus manuell eingestellt werden konnten. Die Distanz zum Objekt richtig abzuschätzen, war zu Beginn nicht ganz einfach. Die Belichtung wurde mit einem externen Gerät gemessen und von Hand an der Kamera eingestellt. Diese praktischen Grundlagen erwiesen sich jedoch als wertvolles Rüstzeug für das tiefere Verständnis der Fotografie.
Obwohl meine damaligen Klassenkameraden alle mit diesen neu aufgekommenen, billigen Kompaktkameras ausgerüstet waren, hielt ich an der Balgenkamera fest. Damit entstand z.B. in einem Klassenlager im Engadin auch das Bild des Gletschertors am Fusse des Morteratschgletschers. Eigentlich hätte ich gerne auch im Inneren des Gletschers ein paar Aufnahmen gemacht, was jedoch von den Lehrkräften kategorisch abgelehnt wurde. Kein Wunder, wie ich jetzt beim Blick auf das Foto zugeben muss.
Schon damals ganz der Tüftler und Erfinder ersann ich bald eine Möglichkeit, wie man diese rein mechanische Kamera um eine Art Fernauslöser erweitern konnte. Und zwar gab es im Gestänge, welches vom Auslöseknopf nach vorne zum Verschluss führte, einen Hebel, der auch mit einem Faden betätigt werden konnte. Ideal, um aus nächster Nähe an die Vögel am Futterhäuschen heranzukommen.
Vom Fenster aus habe ich so mit scharf gestellter Kamera stundenlang darauf gelauert, dass sich endlich ein Piepmatz genau an der richtigen Stelle niederliess. Den Fokus konnte ich ja nicht mehr verstellen. Dann schnell am Faden gezogen und gehofft, dass die Kamera bei den winterlichen Temperaturen auch tatsächlich auslöste, und dies wenn möglich ohne den ganzen Aufbau zu verschieben.
Irgendwann beschloss ich dann, mit der Zeit zu gehen, und mir aus dem Taschengeld ebenfalls eine dieser angesagten Kompaktkameras zu leisten.
Die Bilder wurden zwar farbig, aber nicht unbedingt besser. Kein Wunder bei diesen mikroskopisch kleinen Negativen und einem Fotoapparat, der jegliche Einstellmöglichkeit vermissen liess.
Bei meiner Grossmutter machte ich dann das erste Mal Bekanntschaft mit einer Polaroidkamera. Sie hatte eine geschenkt bekommen und wir Enkel durften sie ausprobieren. Leider hielt der Spass nicht lange an, weil die Kassette schon bald einmal leer war und sich im Bündner-Bergdorf wo sie wohnte, partout kein Nachschub organisieren liess. Die Verkäuferin im Tante-Emma-Laden hat mich bloss mit grossen Augen angeschaut, als ich wortreich zu erklären versuchte, was ich möchte; konnte das Gewünschte aber trotzdem nicht aus dem Hut zaubern.
Spiegelreflex-Kamera
Zu meinem 23. Geburtstag bekam ich von meinen Eltern eine Spiegelreglexkamera geschenkt - eine Nikon F-401s. Das war ein echter Quantensprung, denn zum ersten Mal sahen die Bilder nach etwas aus und die Limitierung lag nicht mehr bei der Technik, sondern wieder beim Fotografen.
Sofort begann ich die Möglichkeiten der Kamera auszuloten und stellte bald einmal fest, dass Dämmerungsaufnahmen aus der Hand eher Glücksache sind. Also musste ein Stativ her. Später dann eine Sonnenblende, Schutzfilter, Polfilter und als Krönung - ein 70-210mm Teleobjektiv.
So wie andere in diesem Alter ihr Geld in das Tuning ihres fahrbaren Untersatzes steckten, unterstütze ich grosszügig das lokale Fotolabor. Abzüge anfertigen zu lassen ging damals noch richtig ins Tuch.
Verglichen mit allen andern Knipskisten war die Qualität der neuen Kamera so gut, dass ich diese auch auf meine mehrmonatigen Radtouren mitnahm, trotz des hohen Gewichtes, welches mir vor allem in der norwegischen Fjord- und Gebirgslandschaft arg zu schaffen machte. Aber das war es wert, denn die Bilder kamen wirklich genau so heraus, wie ich sie im Sucher sah. Dachte ich jedenfalls!
Feedback hatte ich keines, denn ich schickte die belichteten Diafilme direkt zurück in die Schweiz zum Entwickeln. Nicht dass ich den skandinavischen Fotolabors diese Aufgabe nicht zugetraut hätte, aber das war die einfachste Möglichkeit, um die Angehörigen Zuhause an der Reise teilhaben zu lassen.
Die grosse Überraschung erlebte ich deshalb erst, als ich wieder Zuhause war. So hatte ich mich stets bemüht, den Bildausschnitt möglichst optimal zu wählen. Darin lag ja genau der grosse Vorteil einer Spiegelreflex-Kamera. Aber nein, auf jedem Dia war mehr von der Umgebung mit drauf, als geplant! Besonders ärgerlich beim Bild der kleinen Meerjungfrau in Kopenhagen, welches eigentlich den krönenden Abschluss meiner Tonbildschau bilden sollte. Dort war die ganze, potthässliche Quaianlage im Hintergrund ebenfalls mit drauf!
Des Rätsels Lösung fand sich dann im Bildformat. 135er-Negative und Dias haben nicht das gleiche Format. Und ja, selbstverständlich gäbe es auch dafür die passenden Mattscheiben-Einsätze, wie man mir nachträglich im Fotogeschäft versicherte.
Für das Bild der kleinen Meerjungfrau fand ich jedoch eine pragmatische Lösung und klebte den unerwünschten Hintergrund einfach ab. Voilà!
Digitale Fotografie
Um den Tücken der analogen Fotografie nicht länger ausgeliefert zu sein, beschloss ich 2002, den Sprung in die digitale Welt zu wagen und mir eine Minolta anzuschaffen. Für die 3 Megapixel-Digicam legte ich 600 Franken (400 €) auf den Tresen. Leider funktionierte das Teil nicht und musste drei Mal repariert werden, bevor ich auch nur das erste Bild damit aufnehmen konnte. Besonders ärgerlich war, dass in der Zwischenzeit schon das Nachfolgemodell auf den Markt kam - zu genau demselben Preis!
2006 kaufte ich mir dann eine Samsung Digimax S600 - eine kleine Digicam, die mich bis heute begleitet. All diesen kleinen Kameras gemeinsam ist jedoch, dass einen der Autofokus fast zur Verzweiflung treiben kann, weil bei Makroaufnahmen bevorzugt der Hintergrund scharf gestellt wird und nicht das eigentliche Objekt. Da behilft man sich dann mit Tricks wie dem Fokussieren auf die daneben gehaltene Hand und dergleichen. Dabei stimmen aber Belichtung und Weissabgleich nicht mehr, was auch hier einen händischen Eingriff notwendig macht. So quasi ein Patch für den Trick, um die Schummelei zu kaschieren, was die ganze Sache doch etwas unbefriedigend macht.
Ausrüstung
Derzeit verwende ich folgendes Equipment:
- Digitale Spiegelreflexkamera Canon EOS 7D
- Spiegelreflex Canon EOS 450D
- Weitwinkelobjektiv EF-S 10-22mm 1:3.5 - 4.5 USM
- Tele EF-S 55-250mm
- Makroobjektiv EF-S 60mm 1:2.8 USM
- Retroadapter "Traumflieger" mit EF-S 18-55mm
- Canon Speedlite 430 EXII
- Optischer Slave Flash "Traumflieger"
- Funkauslöser Yongnuo RF-602
- Winkelsucher, Sigma Polfilter, Cullmann Stativ und diverses weiteres Zubehör
- Nodalpunktadapter für 360° Panoramaaufnahmen, Filter für reflexfreies Blitzen und weitere Eigenbau-Hilfsmittel.
Es ist jedoch nicht primär die Ausrüstung, welche die Bilder macht. ![]()
Spenden
Ganz oben auf der Wunschliste stehen derzeit ein lichtstarkes "Normalobjektiv" und eine Fischaugenlinse für Panoramaaufnahmen.
Spenden zur Erweiterung meiner fotografischen Möglichkeiten sind also jederzeit herzlich willkommen. ![]()
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Zukunft
In naher Zukunft arbeite ich primär am weiteren Aufbau des eigenen Unternehmens, um es auf eine langfristig solide, finanzielle Basis zu stellen.
Fotografisch reizt mich gerade die experimentelle Fotografie mit ihren Herausforderungen an der Grenze des technisch Machbaren. Auch der Umsetzung diverser Ideen und Erfindungen möchte ich wieder mehr Raum geben.
Beihbehalten werde ich dagegen sicher meine täglichen Fotoausflüge. Die Vielfalt und Schönheit der Natur ist nicht nur Balsam für die Seele, sondern ist auch ein unerschöpfliches Reservoire für immer neue, spannende Aufnahmen, von denen sicher die eine oder andere in der Galerie zu sehen sein wird.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen wunderschönen, lichtvollen Tag und grüsse Sie freundlich
Guy Birrer